Realschule am Rhein

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home Schulleben Schulpartnerschaften

Schulpartnerschaft Frankreich

Seit dem Jahr 2004 findet an der Realschule am Rhein ein Austausch mit dem Collège de l´Europe in Chelles in Frankreich statt. Im Laufe der Jahre hat sich der Austausch von drei auf sechs Tage ausgeweitet.

 


austausch02Schülerinnen und Schüler, die als Wahlfach Französisch haben, können in der 8. Klasse an dem Austausch teilnehmen.
Sie sind in den Familien der französischen Austauschpartner untergebracht und nehmen beim Gegenbesuch ihren Austauschpartner auf.
Der Austausch bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, Land, Leute und Kultur innerhalb einer französischen Gastfamilie kennenzulernen und dabei wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Die Schülerinnen und Schüler müssen sich auf das Leben in der Gastfamilie einlassen und lernen so den Alltag in einem fremden Land kennen.

austausch04

 

 

Das Programm des Austauschs wird von den Lehrerinnen und Lehrern der Partnerschulen unter einem bestimmten Thema zusammengestellt. 

Der diesjährige Austausch stand unter dem Motto: “théâtre “- „Theater“

Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland wurden viele Aktivitäten rund um das Thema Theater durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Szenen gespielt, mit dem Schulchor deutsch und französisch gesungen, mit Flaschen getrommelt, Schatten- und Bewegungstheater kennengelernt und an Theater-Workshops teilgenommen. Am Ende der beiden Austauschwochen haben die Schülerinnen und Schüler die Eltern zu Aufführungen der erarbeiteten Szenen eingeladen. Diese waren sowohl in Chelles als auch in Köln ein großer Erfolg.

Auch die Ausflugsziele in Köln und Paris standen unter dem Motto „Theater“. In Paris wurde die Opéra Garnier besichtigt und in Köln eine Probe in der Philharmonie besucht.

In jedem Jahr stehen sportliche Aktivitäten auf dem Programm, die geeignet sind, die Austauschpartner einander näher zu bringen und die Kommunikation anzuregen. So wurde z.B. in Frankreich eine Kanutour organisiert und in Deutschland eine Kletterhalle besucht.

Die Sprachanimation nimmt einen großen Teil im Programm des Austauschs ein. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler angeregt werden, über bestimmte Spiele miteinander zu kommunizieren. Es werden viele Situationen geschaffen, in denen die Austauschpartner miteinander reden müssen.  Da dies meist in spielerischer Art und Weise geschieht, wird den Schülerinnen und Schülern die Angst vor der Partnersprache genommen und sie beginnen mit Händen und Füßen, auf Deutsch, Französisch und Englisch miteinander in Kontakt zu treten. Als weiterer Schritt werden die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert, während und auch im Anschluss an den Austausch, ihre Sprachkenntnisse zu erweitern und die Fremdsprache systematisch zu erlernen. Denn nur so können sie den Kontakt zu den Austauschpartnern aufrecht erhalten.

 

 

austausch03


austausch01

 

 

Am diesjährigen Austausch haben 18 deutsche und 16 französische Schülerinnen und Schüler teilgenommen.

 

 

 

Der Austausch wurde von den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und von den Eltern sehr positiv bewertet. Einzelnen Wiedersehen unter den Austauschpartnern sind geplant.

Für das Schuljahr 2011/2012 ist wieder ein Austausch vorgesehen.

 

 

 

 

Erfahrungsbericht von Michelle und Janine:

Frankreichaustausch 2011

Der Französisch-Kurs der 8.Klasse und fünf Schülerinnen der Klasse 9 nahmen am Frankeichaustausch teil. Was uns erwartete? Tja, Spaß, Spannung, neue Freunde und kleine Probleme, die aber immer schnell weggewischt wurden (mit den Taschentüchern, die uns leider viel zu schnell ausgegangen sind).

Als wir am Bahnhof in Chelles ankamen, waren die Franzosen sehr schick angezogen: Kleider, Röcke, Blusen und andere festliche Sachen. Man konnte den deutschen Austauschschülern schon ansehen, dass sie sich irgendwie dachten, dass sie dort nicht richtig waren, weil sie nicht so fein gekleidet waren wie die Franzosen. Aber naja, sie wurden trotzdem liebevoll aufgenommen.

Es ging sofort mit dem Programm los. Kennenlernen mit Theaterstücken und witzigen Szenen. Vor lauter Spaß vergaßen wir die Zeit. Auch am zweiten und dritten Tag  hatten wir sehr viel Spaß, denn da waren wir Kanufahren und in der „Stadt der Liebe“ -  Paris. Wir besichtigten den Eiffelturm und bummelten durch die Stadt. Wir redeten über das auffällige Aussehen der Franzosen, die wir in der Stadt zahlreich sahen.

Jeden Abend bekamen wir außergewöhnliches Essen, was uns aber erstaunlich gut schmeckte. Auch das Frühstück war anders als bei uns in Deutschland, aber auch dies fanden wir gut!

Als die Deutschen auch am fünften und sechsten Tag viel Spaß mit ihren Austauschpartnern hatten, wurden sie zu richtig guten Freunden und verstanden sich prickelnd. Da wir aber für die Abschlussaufführung, die immer näher rückte, proben mussten, wurden wir sehr traurig, weil wir wussten, dass die schöne Woche bald ein Ende nehmen würde. Als die französischen Familien uns am letzen Tag zum Bahnhof brachten, waren alle sehr traurig  und einige konnten ihre Tränen kaum zurück halten. Aber einen Trost gab es, denn die Franzosen kamen vier Wochen später schon nach Deutschland. Doch trotzdem waren wir traurig, dass die schöne Zeit in Frankreich zu Ende war. Als wir in den Zug stiegen, weinten wir alle.

4 Wochen später :

Wir standen sehr gespannt und wibbelig am Kölner Bahnhof, denn in ein paar Minuten fuhr der Zug mit den Franzosen ein.

Kaum waren alle Franzosen ausgestiegen, rannten sich schon einige in die Arme, und das große Gerede begann.

Auch in dieser Woche stand ein riesiges Programm an:

Dombesichtigung, Theaterworkshops, Klettern, Disco und gemeinsames Kochen waren angesagt. Wir hatten drei Theaterworkshops und am Freitagnachmittag eine Aufführung, wo alles, was wir eingeübt hatten, vorgeführt wurde. Die Eltern waren eingeladen und brachten Kuchen mit. Wir haben Kaffee gekocht und den Raum 306 wie ein Café hergerichtet. Die Generalprobe war sehr chaotisch, aber die Aufführung selbst klappte dann wunderbar.

Auch die Woche in Deutschland war wie im Fluge vergangen. Als die Franzosen wieder nach Hause mussten, brachen viele in Tränen aus, da man sich sicher war, dass man sich nicht so schnell wieder sehen würde. Zwar versprachen sich einige, sich in den Ferien zu besuchen, doch wir wussten, dass es kosten- und zeitaufwändig sein würde. Aus diesem Grund wird es schwer, sich in nächster Zeit wieder zu sehen.

Aber alles in allem waren sowohl die Woche in Frankreich als auch die Woche in Köln wunderschön.